Tierschutzverein

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Danke an alle Spender! Bosnienfahrt mit Spenden für unsere Partner vor Ort.

Danke an alle Spender! Bosnienfahrt mit Spenden für unsere Partner vor Ort.

Unsere liebe Judith ist letzte Woche mit einem Auto voller Spenden nach Bosnien gefahren. Sie hat viele schöne, aber auch traurige und belastende Erlebnisse mitgebracht. Vieles muss nun erst mal "verdaut" werden. Teil 1 Ihres Berichtes:

Bosnien, Sapa Zeniak  auf Facebook

"So nun will ich mal anfangen, ich mache es am besten Tag für Tag.

Wir sind mit voll bepacktem Auto (Futter + Medizin) am Donnerstag Nachmittag gestartet um ca. 15:30. Die Fahrt lief gut, wir kamen gut durch und auch an der bosnischen Grenze keine Probleme. Ab der Grenze wurde es dann schon spannender, die "Hauptstraße " der wir laut Navigation folgen sollten war gesperrt, also fuhren wir seitlich ab und befanden uns von da an im nirgendwo. Und nein in Bosnien gibt es dann auch keine Umleitungsschilder oder etwas dergleichen.
Also haben wir beschlossen immer geradeaus zu fahren, in der Hoffnung es wird schon richtig sein. Erst in Doboj ca. und 100 km weiter konnten wir auf die "Hauptstrasse" zurückfinden. Das erste mal wieder glücklich „smile“-Emoticon 
Um 3:30 Nacht haben wir dann endlich Zenica erreicht. Unsere Begrüßung war Jelena, die uns an einem Kreisverkehr erwartet hatte....mit dabei ein Strassenhund. Mir ist sofort das Herz aufgegangen. Welches Ausmaß das Thema Strassenhund in Zenica hat, konnten wir in dieser Nacht noch nicht wirklich erkennen. „frown“-Emoticon 
Meine geliebte Jelena hat uns dann noch zu unserer Unterkunft begleitet, bei der auch einige unserer Sapa-Fellis untergebracht sind. Vor allem die kranken, die besondere Pflege benötigen sind bei Emir und seiner tollen Frau. Wir wurden sofort herzlich empfangen und ich habe mich mit Jelena für den Tag um 10 Uhr verabredet, ich sollte erst schlafen, was ich natürlich nicht konnte. Aber eins habe ich ganz deutlich gespührt, schon in diesen paar Minuten....ich liebe Jelena, wir mussten beide weinen und konnten uns dort schon nicht mehr loslassen.

10 Uhr war ja mit Jelena ausgemacht, aber da ich eh nicht schlafen konnte und die PS Hunde hab bellen hören, bin ich dann um 8:30 Uhr rausgegangen...reine Neugierede. Sofort kamen mir Emir und seine Frau entgegen, die mich liebevoll mit einem Kaffee versorgt haben und gleich konnte ich Lola und Donna kennelernen. Es ist so schön zu sehen, wie sehr sie sich um die Sapa -Nasen kümmern. Lola ist "Madame wichtig", sie entscheidet wer ok ist und wer nicht...ich hab den test bestanden...puh „smile“-Emoticon 
Jelena kam dann mit den anderen Mädels, endlich der Moment and dem ich auch meine Aida in die Arme schließen konnte. Sie ist mir nur durch unseren FB-Kontakt einer der wichtigsten Menschen überhaupt geworden. Wir haben vor Freude nur geweint und uns festgehalten. Die Sapa-Mädels haben dann beschlossen, Judith braucht erstmal was zu essen und dann sind wir losgegangen. Mit dabei Aida, Katarina undMirela. Jelena musste kurz weg......1 Stunde später wusste ich dann auch warum. „frown“-Emoticon
Jelena stieß beim Essen am Schluss noch mit dazu und war traurig - als wir das Lokal verlassen haben, wurde es dann das erste mal hart für mich.
Haris, der für Sapa Fahrten gegen Bezahlung erledigt, hat einen Notfall gebracht, wegen dem Jelena vorher unterwegs war. In seinem Auto lag eine angeschossene Hündin, die Schusswunde schon ca. 6-7 Tage alt....für mich ein Bild des Schreckens. Aber noch viel schlimmer war, sie hatte einen Welpen. Haris hat die Kleine auch mitgebracht, sie ist jetzt bei Emir, der sich liebevoll kümmert. Die Mama ist im Moment stabil, das Bein konnte aber nicht gerettet werden und wurde amputiert....während ich euch das schreibe laufen bei mir die Tränen in Strömen. Der Welpe hat von mir den Namen Maja bekommen und ich habe das versprechen von Jelena und Emir das sie in Sicherheit bleibt, bis ich sie nach Deutschland hole.




Nachdem die Mama auf dem Weg in die Klinik war und Maja bei Emir, ging es auch für uns weiter. Wir haben das Auto voll geladen mit Futter, dann ging es los....Strassenhunde füttern. Zur ersten Stelle sind wir 
Alisa gefolgt, dort waren viele wunderschöne Welpen, von denen einer Demodex (Haarbolgmilben) hat. Alisa hat den Welpen eingepackt und weggebracht, damit er besser versorgt werden kann. Gut das ich mit Advocate durch euch versorgt war „kiss“-Emoticon Hier wurde mir zum ersten Mal das Ausmaß der Strassenhundepöpulation bewusst, allein an dieser Stelle waren es ca. 10 Hunde, einer schöner als der andere. Ich konnte mich nur schwer trennen, sie wollten gestreichelt werden und sind uns bis zum Auto nachgelaufen....ich konnte es kaum ertragen, zu wissen, nicht helfen zu können. „frown“-Emoticon Wir sind noch viele Stellen mehr angefahren, um zu füttern - es ist überall genauso gewesen. Meistens haben die Hunde schon Alisas Auto erkannt und kamen in Rudeln auf uns zugelaufen. Ich glaube ich habe noch nie so viel geweint, es ist einfach unfassbar, wieviele tolle Hunde es sind. Viele von ihnen kennen die Sapa-Mädels schon seit Jahren und sie freuen sich über jeden der noch lebt.


Nachdem wir die Straßenhunde gefüttert haben ging es weiter zu Zikreta, einer Pflegestelle von einigen Hunden. Dort wurde ich auch wieder total warmherzig empfangen und durfte mitunter Mini, Daisy, Klea und Honey das erste mal kennenlernen. Zuckeralarm, endlich durfte ich sie live sehen. Während wir einen Kaffee getrunken haben, hat Daisy ihrem Pflegestellen-Papa beim Äpfel sammeln geholfen, allerdings auf ihre Weise.. sie hat ihm im Spiel sein ganzes Werkzeug entführt.. wir haben Tränen gelacht.

Die Mädels fragten mich am Ende dieses Besuches, es war mittlerweile Nachmittag, was ich jetzt tun möchte.
Ich wollte weitere Straßenhunde füttern, also haben wir uns wieder auf den Weg gemacht.





Abends dann sind wir alle Essen gegangen und haben den Tag ausklingen lassen. Schön war es ♡Aida PasalicMirela Feriz Lily YagoKatarina Štaub "

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