Tierschutzverein

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Urteil zum Fall "Jäger erschießt 2 Hunde in Königsbrunn"

Urteil zum Fall "Jäger erschießt 2 Hunde in Königsbrunn"

Das Urteil ist gefallen und lautet: Der Jäger wird zu 90 Tagessätze mit je 50 € = 4.500 € Strafe wegen Sachbeschädigung (Tiere sind eine Sache), der unberechtigten Erschießung der beiden Hunde und der Körperverletzung der Besitzerin der Tiere verurteilt.

Der Jäger erschoß beide Hunde, als sie auf dem Heimweg waren, wobei er einen Hund jedoch nicht tödlich traf. Statt sich vom Tod der Tiere vollständig zu überzeugen, holte er die Besitzerin zu den Tieren. Erst jetzt bemerkte er, dass ein Hund noch lebte. Vor den Augen der Hundehalterin erschoss er jetzt diesen Hund auch. Beim Anblick der getroffenen Tiere und des weiteren Todesschusses erlitt die Frau einen Schwächeanfall und musste sich übergeben - und dies ist somit eine Körperverletzung.
Für das Urteil war wichtig, dass der Zeuge der Tat auf Anraten von Doris und Christiane nach der Tat ein Gedächtnisprotokoll erstellt hatte. Er sagte aus, dass der Jäger aus dem Auto die Hunde erschossen hat.
Der Amtsrichter stellte bereits zu Beginn der Verhandlung klar, dass ein Tier nur getötet werden darf, wenn es gerade einem Wild nachstellt und es verletzen könnte. Kein Grund einer Tötung liegt vor, wenn ein Tier vorher erkennbar gewildert hat oder wahrscheinlcih zukünftig wildern wird. Da der Jäger bei der Polizei  aussagte, dass er die Tiere erschossen hat, als sie sich auf dem Heimweg befanden, lag kein Grund für die Tötung Tiere vor.
Über das Urteil berichteten mehrere Zeitungen, z.B. die Augsburger Allgemeine vom 2.10.2019 oder der Münchner Merkur vom 14.10.2019
Nach Zeitungsberichten haben sowohl der Jäger als auch der Staatsanwalt Berufung gegen das Urteil erhoben. Es kann somit zu einer Berufungsverhandlung kommen.

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